Wie funktioniert Laserschneiden

Wir zeigen Ihnen wie Laserschneiden funktioniert und welche Materialien mit dem Laser geschnitten werden können

Laserschneiden ist heutzutage ein häufig verwendeter Prozess zum Schneiden von unterschiedlichen Materialien. Die hohe Präzision, Geschwindigkeit und Vielseitigkeit des Lasers sind die großen Vorteile bei diesem Schneidverfahren. Wir erklären Ihnen hier, wie Laserschneiden funktioniert und für welche Materialien es eingesetzt wird.


Der Laserschneid-Vorgang technisch erklärt

Beim Laserschneiden handelt es sich um ein thermisches Trennverfahren. Der Laserstrahl trifft auf die Materialoberfläche auf und erhitzt dabei das Material so stark, dass es schmilzt oder gänzlich verdampft. Nachdem der Laserstrahl das Material an einer Stelle punktförmig und vollständig durchdrungen hat, beginnt der eigentliche Schneidprozess. Das Lasersystem fährt die gewünschte Geometrie ab und durchtrennt dabei das Material. Abhängig von der Anwendung kann der Einsatz von Prozessgasen die Ergebnisse positiv beeinflussen.

Weitere Details zum technischen Vorgang beim Laserschneiden sehen Sie in unserem Video:

Wie funktioniert der Prozess Laserschneiden? Wir erklären die Grundlagen!

Lernen Sie in diesem Video mehr über den Laserschneid-Prozess

Die Vorteile eines Laser Cutters beim Schneiden

Argumente, warum Sie sich für einen Laserschneider entscheiden sollten:

   
Eignet sich für zahlreiche Materialien Mit keiner anderen Technologie können so viele verschiedene organische und anorganische Materialien geschnitten werden.
Keine Nachbearbeitung notwendig Der Laserschneider bewirkt ein Trennverfahren, bei welchem kaum Nachbearbeitungen vonnöten sind. Bei Textilien aus Kunstfasern oder z.B. bei Teppichgewebe wird die Kante versiegelt und Flusenbildung vermieden. Abhängig vom verarbeiteten Werkstoff, erspart Ihnen das aufwendige Nachbearbeiten wie das mechanische Versiegeln oder Schleifen.
Hohe Genauigkeit Der entstehende Schnittspalt ist kaum größer als der Laserstrahl selbst. Dies ermöglicht das Schneiden von sehr feinen Geometrien jeglicher Form. Zusätzlich können integrierte Kameras (JobControl Vision) Passmarken erfassen und den Schneidpfad des Lasers automatisch kompensieren - selbst wenn die Originalvorlage verschoben, verdreht oder verzerrt ist.
Kein Werkzeugverschleiß Laserschneidmaschinen werden kaum abgenutzt, z.B. ein Abstumpfen von Werkzeugteilen entfällt. Das spart Ihnen Kosten im laufenden Betrieb.

Laserschneiden, Plasmaschneiden, mechanisches Schneiden - Schneidverfahren im Vergleich

Das Plasmaschneiden ist ein thermisches Schmelzschneidverfahren, welches häufig beim Schneiden von Stahl, Edelstahl oder Aluminium angewendet wird. Im Vergleich zum Laser Cutter werden hier oft die geringere Schnittqualität, ein höherer Stromverbrauch, hohe Verschmutzung oder auch Lärmentwicklung als Nachteile genannt. Aufgrund der Flexibilität beim Schneiden von elektrisch leitfähigen Werkstoffen ist das Plasmaschneiden jedoch oft die Technologie der Wahl.

Der Laserschneider spielt jedoch auch im Vergleich zu mechanischen, spanabhebenden Schneidverfahren vielfach seine Vorteile aus. Die vorteilhaften Argumente sind die materialschonende Bearbeitung, verminderte Rüstkosten, geringere Staubbelastung oder die flexiblen Bearbeitungsmethoden. Abhängig vom verarbeiteten Material oder der Anwendung bietet jeder Bearbeitungsprozess seine klaren Vorteile. Etwa beim gleichzeitigen Schneiden mehrerer Muster im Stapel punktet das mechanische Verfahren.

Welche Materialien können mit dem Laser geschnitten werden?

Die Vielseitigkeit der bearbeitbaren Materialien stellt einen wesentlichen Vorteil des Lasers dar. Machen Sie sich in der folgenden Tabelle selbst ein Bild von der Bandbreite an Möglichkeiten vom Laserschneiden:

Plastik 

Diverses

Metall

Acrylnitril-Butadien-Styrol (ABS) Polyethylenterephthalat (PET) Holz Metallfolien bis zu 0,5 mm
Acryl/PMMA, z.B. Plexiglas® Polyimid (PI) Papier (weiß)  
Gummi Polyoxymethylen (POM) - z.B. Delrin® Papier (bunt)  
Polyamid (PA) Polypropylen (PP) Lebensmittel  
Polybutylenterephthalat (PBT) Polyphenylensulfid (PPS) Leder  
Polykarbonat (PC) Polystyrol (PS) - z.B. Styropor® Stoffe  
Polyethylen (PE) Polyurethan (PUR) Pappe  
Polyester (PES) Schaum (PVC frei) Kork  

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