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Mehr Möglichkeiten bei der Laserbeschriftung von Kunststoffen

Veröffentlicht am: 24.01.2017 Autor: Bernd Kerbl

Mehr Möglichkeiten bei der Laserbeschriftung von Kunststoffen

Mit einem Faserlaser können Sie eine Vielzahl von Kunststoffen markieren. Aufgrund der verschiedensten chemischen Zusammensetzungen der Kunststoffe ist das Ergebnis dabei sehr unterschiedlich. Während bei manchen Kunststoffen das Markierergebnis mit einem herkömmlichen Faserlaser sehr gut ist, lassen sich andere Kunststoffe weniger homogen bzw. kontrastreich kennzeichnen. Diese Kunststoffe – vor allem dunkle Kunststoffe (wie z.B. PA 66 GF, PA 6 GF, PP GF, etc.) – können dann oft mit einem MOPA Laser deutlich heller und homogener beschriftet werden. Der Vorteil der MOPA Technologie liegt in den wählbaren Pulsdauern des Lasers. Dadurch hat man mehr Möglichkeiten bei der Wahl der Laserparameter. Dies kann bei den genannten Kunststoffen zu besserer Beschriftungsqualität, zu besseren Kontrasten, etc. führen.

Bei der Lasermarkierung wird das Material erwärmt. Durch diese Materialerwärmung ändert sich bei vielen Kunststoffen die Farbe (z.B. durch Farbumschlag oder Karbonisieren) und es entsteht ein Kontrast und somit die Beschriftung. Bei herkömmlichen Faserlasern ist die Pulsdauer relativ lange (100 ns), wodurch bei manchen Kunststoffen das Material verbrennt oder aufkocht bzw. aufschäumt. Für diese Materialien (z.B. viele dunkle Kunststoffe, die sich hell verfärben) bietet der MOPA Laser die ideale Lösung.

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Einstellbare Pulsdauern dank MOPA Technologie

Dank der kurzen Pulse, die beim MOPA Laser variabel eingestellt werden können (zwischen 4 und 200 ns), und der geringen Pulsenergie wird vor allem das umliegende Material weniger erwärmt. Dabei verbrennt das Material weniger und schäumt auch weniger auf. Vor allem dunkle Kunststoffe können Sie dank der kürzeren Pulse oft "schöner" bzw. heller lasermarkieren. Dies führt zu einem besseren Kontrast und somit zu einer besseren (Maschinen-)Lesbarkeit.

Diese dunklen Kunststoffe zeichnen sich durch eine hohe Reaktivität gegenüber dem Laserstrahl aus. Hier sind also kurze Pulse mit relativ wenig Erwärmung des Materials notwendig und ausreichend. Darüber hinaus gibt es auch Kunststoffe, die mehr Energie erfordern, um das Material ausreichend aufzuschäumen bzw. aufzukochen. Hier eignen sich sowohl ein herkömmlicher Faserlaser mit längerer Pulsdauer und hohen Pulsenergien als auch die MOPA Technologie. Beim MOPA Laser sind sogar noch längere Pulse möglich, wodurch das kontrollierte Aufschäumen noch optimiert werden kann.

Trotec Beschriftungslaser

Alle Lasersysteme der SpeedMarker Serie sind seit Ende 2016 auch mit MOPA Laser erhältlich. Je nach Anforderung und Applikation können Sie zwischen unterschiedlich großen Laser-Workstations, einer Tischmarkierstation oder auch einem offenen Klasse 4 System wählen.

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Ein Laser - viele Möglichkeiten

Kontrastreicheres und homogeneres Beschriften von dunklen Kunststoffen ist jedoch nur ein Anwendungsbeispiel, wo der MOPA Laser seine Klasse ausspielen kann. Auch beim Markieren auf Metallen wie z.B. Stahl (reproduzierbare Farben auf Edelstahl) oder Aluminium (schwarz markieren auf Aluminium) kann der Alleskönner gegenüber herkömmlichen Faserlasern punkten.

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