Vorbereitung von Pop-Up Karten im Grafikprogramm zur Laserbearbeitung

Sie möchten Schriftzüge oder Logos in Einladungskarten besonders zur Geltung bringen? Oder Bauwerke und Landschaften 3-dimensional in einer Karte darstellen? Mit Ihrem Trotec Laser können Sie ausgefallene Pop-up Karten einfach umsetzen.


Funktionsprinzip einer Pop-Up-Karte

Bei einer Pop-Up-Karte klappen Elemente beim Öffnen der Karte auf und ragen dreidimensional in den Raum. Als Material für die Erstellung einer PopUp-Karte empfehlen wir Papier mit einer etwas festeren Grammatur (z.B: 150 g), damit die Karte in sich stabil ist.


Schritt für Schritt Anleitung

Schritt 1: Neue Datei anlegen und Graphik gestalten

Um den dreidimensionales Effekt der Pop-Up Karte zu erreichen, gehen Sie wie folgt vor: Erstellen Sie ein neues Dokument in Adobe Illustrator,. Wir haben das Format A4 gewählt. Ziehen Sie nun in der horizontalen Mitte des Dokuments eine Schneidlinie in blau. An dieser Stelle lässt sich die Karte später zusammenfalten. Jetzt können Sie Ihre Grafikelemente im Bereich der Mitte anordnen. Vergeben Sie rote Schneidlinien für die Konturen und schwarze Füllungen für Gravuren

Wichtig:

Achten Sie darauf, dass das Dokument im RGB-Farbraum angelegt ist.


Schritt 2: Definieren der Schneidlinien

Sobald Sie mit Ihrer Grafik zufrieden sind, geht es an das Finetuning: Zerstückeln Sie mit dem Werkzeug "Schere" (Shortcut C) die Mittellinie dort in Segmente, wo die Linie von Ihren Grafiken verdeckt wird. Anschließend können Sie die nicht benötigten Linien löschen. Definieren Sie als nächstes noch die Standfüße Ihrer Elemente als blaue Schneidlinie. Auch hierzu verwenden Sie zum Aufbrechen der Kontur das "Schere"-Werkzeug. Beim Laserprozess werden die blauen Schneidlinien nur angeritzt, die Elemente lassen sich dann schön falten.

Tipp:

Schalten Sie das Hilfsmittel "Smart Guides" (Shortcut STRG + U) ein. Ihr Cursor schnappt dann bei einem Ankerpunkt zweier kreuzender Linien ein, dies ist speziell beim "Schere"-Werkzeug sehr hilfreich.


Schritt 3: Definieren der Steghöhe

Nun folgt der wichtigste Teil einer Klappkarte: Die Stege. Zeichnen Sie hierzu ein Rechteck vom Standfuß Ihres Elementes hinauf bis zur Mittellinie. Diese Höhe vom Standfuß bis zur Mittellinie ist das wichtigste Element einer PopUp-Karte, denn sie definiert jenen Abstand, um den die Grafikelemente später aus der Karte nach vorne geschoben werden. Die Breite des Rechtecks können Sie selbst frei wählen. Im Fall des Tannenbaums muss die Breite möglichst gering sein, da der Steg an der Spitze des Baums platziert wird. Sie sollte aber mindestens 2,5mm betragen, damit der Steg später nicht versehentlich knickt. Da wir in unserem Fall drei Bäume mit verschiedenen Abständen entworfen haben, muss für jeden Baum ein separater Steg mit der dazugehörigen Höhe angelegt werden. Zur besseren Darstellung sind die Stege im Screenshot mit einer roten Füllung versehen.


Schritt 4: Vereinen der einzelnen Elemente

Zu guter Letzt setzen Sie die Stege an die Spitze des dazugehörigen Grafikelements. Entfernen Sie die rote Füllung des Stegs und vergeben Sie stattdessen eine rote Schneidkontur. Vereinen Sie nun mit dem Pathfinder-Werkzeug "Vereinen" den Steg mit dem Grafikelement. Damit die Stege später oben und unten knicken, benötigen wir auch hier noch blaue Schneidlinien am oberen und unteren Ende der Stege. Am besten zeichnen Sie diese Schneidlinien vor dem Verschneiden ein, damit die Höhe des Steges nicht verändert wird.
Zum Schluß umranden Sie das fertige Dokument mit einer grünen Schneidlinie als Außenkontur. Diese können Sie mit einer schnelleren Geschwindigkeit schneiden als die roten Innenkonturen Ihrer Grafiken. Nun können Sie die Datei an Ihren Trotec-Laser senden.