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Tipps und Tricks zur Laserbearbeitung von Holz

Das sollten Sie bei der Lasergravur und dem Laserschnitt von Holz beachten

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Erfahren Sie hier, was Sie bei der Holzbearbeitung mit dem Laser zu beachten ist wie Sie dabei gute Ergebnisse zu erzielen.


Welche Hölzer sind für die Lasergravur geeignet?

Holz ist ein natürlicher Werkstoff, der sich im Laufe der Zeit verändern kann. Daher muss der Laserbediener bei der Bearbeitung auf mehrere verschiedene Merkmale achten, wie z.B. die Dichte oder den Harzgehalt.

Generell gilt: Je gleichmäßiger die Färbung und die Maserung des Holzes ist, desto besser und gleichmäßiger wird die Lasergravur am Ende ausfallen. 

Übersicht der geeigneten Holzarten für die Lasergravur und zum Laserschneiden

Weiche Hölzer Diese Hölzer wie z.B. Balsaholz oder Pappel benötigen weniger Laserleistung und können schneller graviert und geschnitten werden. Die Gravur erzeugt weniger Kontrast - sie ist eher hell.
Hartholz Diese Holzarten wie Eiche oder Kirsche, als Beispiel für dichte Hölzer, benötigen dagegen mehr Laserleistung zum Schneiden und Gravieren. Die Gravur selbst wird kontrastreicher als auf Weichholz.
Nadelhölzer Diese Holzarten wie z.B. Lärche oder Tanne wiederum sind für die Lasergravur wenig geeignet. Sie weisen meist viele ungleichmäßige Maserungen auf, die in der Regel sehr hart sind. Das umliegende Holz („Nicht-Maserung“) ist aber eher weich, weshalb es schwierig ist, die richtigen Parameter zu finden.
Furniere Sie bestehen aus Echtholz und zeigen deshalb die gleichen Gravur-Eigenschaften wie Vollholzplatten.
Sperrholz Es besteht aus mindestens drei Holzlagen, deren Faserverlauf unter einem Winkel von 90° verleimt und gepresst wird. Sperrholz gibt es aus verschiedenen Holzarten und wird in unterschiedlichsten Stärken angeboten. Wichtig für die Laserbearbeitung - vor allem beim Laserschneiden - ist die Leimart. Wählen Sie weißverleimte Sperrholzplatten oder Sperrholzplatten, die speziell für die Laserbearbeitung hergestellt wurden.
MDF (Mitteldichte Faserplatte) MDF ist ein homogener Holzwerkstoff, der aus feinst zerfasertem, hauptsächlich rindenfreiem Nadelholz, durch eine schonende Verpressung in Längs- und Querrichtung hergestellt wird. Die Oberfläche und die Kanten sind glatt und fest. Deshalb lässt sich MDF gut gravieren und laserschneiden. Es ist aber zu beachten, dass die Schnittkanten bei der Laserbearbeitung sehr dunkel werden.
Lasergraviertes Holzbild

Faustregel beim Lasergravieren:

Bei harten Holzarten entstehen dunkle Gravuren, bei weichen Holzarten hellere Gravuren.

Faustregel beim Laserschneiden:

Je trockener und harzfreier das verwendete Holz ist, desto heller wird die Schnittkante ausfallen.

Ermittlung von Gravur- und Schneidparametern

Hölzer sind Naturmaterialien und reagieren je nach Holzart unterschiedlich. 

Ermittlung der Parameter für eine passende Lasergravur

Ermitteln Sie Ihre gewünschten Gravurparameter einfach selbst. Ermöglicht wird das mit Hilfe unserer Graustufenmatrix.

Tipp: Je mehr Sie aus dem Fokus lasergravieren (Z-Offet: ca. 0,5 – 2 mm), desto dunkler wird die Lasergravur auf dem Holz. Durch Defokussieren des Laserstrahls wird der Laserspot größer und die Leistungsdichte somit geringer. Dadurch wird das Holz mehr verbrannt statt direkt in die Gasform überzugehen. Der Nachteil dabei ist, dass feine Details dabei natürlich verloren gehen können.

Ermittlung der Schneidparameter

Zum Austesten der Schneidparameter empfiehlt sich ein Rechteck mit zwei unterschiedlich abgerundeten Ecken zu zeichnen. Senden Sie diese Grafik an den Laser. Für 3mm starkes Holz starten Sie mit hoher Leistung und einer Schneidgeschwindigkeit von 2-5%. Tasten Sie sich an Ihre gewünschte Schneidqualität heran, indem Sie die Geschwindigkeit schrittweise reduzieren.

Trotec Laserparameter downloaden

Für alle Trotec Holzplatten haben wir optimale Laserparameter zum Gravieren und Schneiden getestet. Diese finden Sie in Ihrer JobControl® Materialdatenbank oder hier zum Download:

Laserparameter jetzt herunterladen

Was muss man beim Lasergravieren und Laserschneiden von Holz beachten?

Materialvorbereitung

Der klebrige Staub, der durch das Holz lasern entsteht, sollte sich auch nicht am Gravurobjekt festsetzen. Kleben Sie einfach ein Application Tape auf die Bearbeitungsfläche. Dieses dient als kurzfristiger Oberflächenschutz und kann ganz einfach mitgraviert werden. Nach der Laserbearbeitung wird es wieder abgezogen. Application Tape eignet sich gut für die Gravur von größeren Flächen und beim Schneiden. Es ist aber nicht geeignet für die Fotogravur oder sehr feine Gravuren, da später viele kleine Teile entfernt werden müssen. Achten Sie bei der Auswahl des Application Tapes auf PVC-freies Material und darauf, dass es wieder ablösbar ist.

Richtige Linse für den Laserfokus

Das Lasern von Holz ist ein Sublimationsverfahren. Eine exakte Fokussierung sowie die Wahl der richtigen Optik sind daher besonders ausschlaggebend für das Gravurergebnis. Dabei müssen Sie zwischen dem Laserprozess Gravieren oder Schneiden unterscheiden. Bei der Holzgravur ist zu beachten: Je feiner die Details, desto kürzer sollte die Brennweite der eingesetzten Fokuslinse sein. Normalerweise eignen sich 1,5“ bzw. 2,0“ Linsen für fast jede Lasergravur auf Holz. Beim Laserschneiden muss man andere Faktoren berücksichtigen. Hier spielt die Materialstärke eine wesentliche Rolle. Je dicker das Material, desto länger sollte die Brennweite der eingesetzten Linse ausfallen. Für 3mm dickes Holz empfehlen wir daher den Einsatz einer 2" Linse, ab einer Stärke von 6mm empfehlen wir die 2,5" Fokuslinse.

Erfahren Sie mehr über die passenden Optiken

Druckluft

Speziell zum Laserschneiden von Holz ist die Zuschaltung einer Druckluft zu empfehlen. Zum Schutz der Linse sollte eine Düse mit kleinem Durchmesser verwendet werden. Außerdem leitet der kleine Düsendurchmesser die Druckluft direkt in den Schnittspalt. Dadurch werden Staub und Gas rascher abgeleitet und so die Schneidqualität wesentlich verbessert.

Mehr über Zublasung von Druckluft

Saubere Reinigung

Eine ebenso wesentliche Rolle bei der Laserbearbeitung von Holz spielt die korrekte und regelmäßige Reinigung von Laser-Hardware und Optiken. Aufgrund der enthaltenen Harze und Öle ist Holzstaub extrem klebrig und setzt sich in der Lasermaschine ab. Reinigen Sie die Lasermaschine daher häufig.

Mehr zur richtigen Reinigung der Maschine lesen

Geeignete Absauganlage

Beim Lasergravieren und beim Laserschneiden von Holz entstehen Staub und Gase, die gut abgesaugt werden müssen. Deshalb ist der Einsatz einer passenden Absauganlage unerlässlich.

Mehr über Absauganlagen

Spezielle Anwendungen auf Holz: Reliefgravur und Intarsien

Relief-Lasergravur

Das Material Holz eignet sich besonders gut für die Reliefgravur. Dazu werden Graustufen in unterschiedliche Laserleistungen umgewandelt und es ensteht eine dreidimensionale Gravur. Gravieren Sie in mehreren Durchgängen mit hoher Laserleistung und führen Sie zum Schluss eine intensive Reinigung durch, um den abgelegten Schmauch aus dem Werkstück abzutragen.

Hier erhalten Sie Tipps zur Reliefgravur

Intarsien in Holz

Besonders beliebt mit Holz sind auch Einlegearbeiten (Intarsien). Bei einer Intarsie werden auf einer planen Oberfläche verschiedene Hölzer so in- oder aneinander gelegt, dass wieder eine ebene Fläche entsteht, die aber nun verschiedenfarbige und unterschiedlich strukturierte Einschlüsse enthält. Meist wird dazu zuerst das Basismaterial ausgraviert, danach das einzulegende Material (meist Furnier) geschnitten und eingelegt. Achten Sie beim Furnier darauf, dass die Breite des Laserstrahles (Schnittspalt) korrigiert wird. D.h. das Trägerobjekt muss etwas größer sein.


Materialtests mit Trotec Lasern

Sie benötigen Hilfe oder Beratung bei der Wahl der passenden Lasereinstellung für ein bestimmtes Material oder eine Anwendung? Dann senden Sie uns Ihr Werkstück für einen kostenlosen Materialtest zu.

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