Egal ob Weinglas, Bierkrug, Vase, Flasche oder Karaffe - die Lasergraviermaschine ermöglicht eine schnelle und einfache Bearbeitung. Hier finden Sie hilfreiche Tipps und Hinweise zur Glasbearbeitung.


Welches Glas kann lasergraviert werden?

Mit der CO2-Lasergraviermaschine können Sie flaches Material wie Fensterglas oder Spiegel, konische oder runde Werkstücke, Trinkgläser wie Wein- oder Champagnergläser oder auch alle Arten von Flaschen lasergravieren.
Günstigere, gegossene Gläser lassen sich aufgrund eines niedrigeren Bleianteils und der damit verbundenen homogeneren Struktur oft besser gravieren. Teure, mundgeblasene Gläser oder Kristallgläser können Spannungen im Material haben, die sich durch die Hitze beim Lasergravieren verstärken und das Glas somit zu Bruch bringen können.

Spiegelglas lässt sich zudem optimal mit einer Faserlaserquelle bearbeiten, indem nur die Spiegelschicht auf der Rückseite abgetragen wird, das Glas selbst wird vom Faserlaser nicht graviert, aus diesem Grund bleibt die Oberfläche glatt.
Der Trotec Speedy flexx hat sowohl eine CO2 als auch eine Faserlaserquelle. So können Sie beide Bearbeitungsmöglichkeiten mit einer Lasermaschine gut verbinden.

Das Laserschneiden von Glas ist nicht möglich.


Welche Bearbeitungsmöglichkeiten gibt es?

Um unterschiedliche Effekte bei der Gravur von Glas zu erzielen gibt es verschiedene Herangehensweisen. Wir stellen Ihnen diese Methoden vor:

1. feuchtes Küchenpapier

Die Verwendung eines feuchten Papiertuches verhindert nicht nur ein starkes Aufrauhen der Gravurfläche sondern führt auch zu einem klaren, weißen Gravurergebnis.
Bevor Sie die Gravur starten, bringen Sie ein feuchtes, einlagiges Küchenpapier auf das Glas auf. Achten Sie hier darauf, dass keine Luftblasen oder Überlappungen entstehen. Diese würden das Gravurbild beeinflussen. Schalten Sie bei dieser Variante zudem die Zublasung auf AUS, um das Papier bei der Gravur nicht vorzeitig zu trocknen. Nach der Gravur werden die Reste einfach abgewischt, das dient zugleich auch als Reinigung der Gravurfläche.

2. Applikationstape

Anstatt dem feuchten Küchenpapier kann auch ein Applikationstape verwendet werden. Die Oberfläche rauht wie beim feuchten Küchenpapier auch nicht auf, die Gravurfarbe ist allerdings eher gräulich und nicht strahlend weiß.
Achten Sie auch bei dieser Methode wieder darauf, dass beim Auftragen keine Luftblasen und Überlappungen entstehen.
Nach der Gravur werden die Reste entfernt. In diesem Fall empfiehlt es sich, das Glas zu reinigen, um eventuelle Klebereste zu entfernen.

3. Gravur ohne Hilfsmittel

Glas kann natürlich auch ohne feuchtem Küchenpapier oder Applikationstape bearbeitet werden. In diesem Fall ändern Sie in der Grafik die Farbe von 100% schwarz auf etwa 70% grau, um die Temperatureinwirkung auf großen Flächen zu minimieren und das Gravurergebnis zu optimieren. Bei den Druckeinstellungen wählen Sie als Halbton "Ordered Dithering", die Parameter bleiben dabei aber gleich. Durch diese Änderung gelangt nicht ganz soviel Hitze ins Material und die Oberfläche rauht weniger auf.


Wie graviere ich Gläser mit Rundungen und Henkel?

Gläser mit Rundungen werden mit der Rundgravurvorrichtung bearbeitet. Eine genaue Anleitung dazu finden Sie unter Tipps und Tricks Rundgravurvorrichtung.

Gläser mit Henkel werden auch mit der Rundgravurvorrichtung bearbeitet. Diese müssen aber genau platziert werden, damit der Henkel nicht ins Gravurfeld gedreht wird. Verfahren Sie die Y-Achse (Drehbewegung) zuerst ganz nach oben. Spannen Sie das Werkstück so ein, dass sich der Henkel etwas oberhalb des Laserstrahls befindet. Da das Werkstück beim Laserprozess nach hinten gedreht wird, besteht somit keine Gefahr eines Zusammenstoßes mit dem Laserkopf.
Achten Sie bei allen Werkstücken mit Henkel darauf, dass die Grafik vom Umfang her nicht zu lange ist, und am Ende zu nahe am Henkel platziert wird. Eine einfache Methode zur Überprüfung der Position findet sich in JobControl® Laser Software in der "What you see is what you get" Funktion. (WYSIWYG)


Wie sehe ich wo meine Grafik gelasert wird?

In der JobControl® Lasersoftware können Sie mit der "What you see is what you get"-Funktion (WYSIWYG) und dem Fadenkreuz die genaue Position Ihrer Grafik sehen.

Verfahren Sie hierfür die Y-Achse auf die Position, auf der gelasert werden soll. Dann platzieren Sie den Job auf der Platte zum Fadenkreuz. Mit dem erneuten Verfahren der Y-Achse können Sie das Ausmaß des Jobs auf Ihrem Werkstück überprüfen und etwaige Fehlpositionen von Werkstück oder Job korrigieren.

Tipp:

Um das Platzieren des Jobs zu erleichtern, wählen Sie im JobControl® Druckfenster zusätzlich die Option "Auf Jobgröße minimieren" aus.


Wie erziele ich den besten Effekt von Fotogravur auf Glas?

Für eine Fotogravur auf Glas verwenden Sie eine Graustufenrasterung von 70% schwarz. Dadurch wird etwas weniger Temperatur auf das Glas gebracht und das Ergebnis wird schöner. Wir empfehlen eine mittlere Auflösung von 500 dpi und die Verwendung der Rasterung "ordered dithering". Diese passt die Bilddaten optimal dem Material an.


Weitere Informationen

Sie haben Fragen, die wir online nicht beantwortet haben? Rufen Sie unsere Service-Hotline an und unsere Laserexperten helfen Ihnen gerne weiter.

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