In 3 Schritten zur perfekten Fotolasergravur

Tipps und Tricks für zur Fotogravur

Mit der JobControl® Lasersoftware von Trotec erhalten Sie eine ideale Unterstützung bei der Umsetzung Ihrer Lasergravuren. Mit dem integrierten Fotomodus in der Lasersoftware wird nach einer komplexen Logik das Foto automatisch für die Bearbeitung mit dem Laser optimiert und an diesen geschickt. Sie müssen also kein Experte in der Fotobearbeitung sein. Mithilfe der Software und einigen Tipps und Tricks erhalten Sie trotzdem sehr gute Ergebnisse bei der Fotogravur.


Zur idealen Laserfotogravur in nur 3 Schritten

Schritt 1:

Wählen Sie Ihr Foto aus und schicken Sie es in Ihrem gewohnten Grafikprogramm an den Laser. Was ein gutes Foto ausmacht, lesen Sie im nächsten Punkt.

Schritt 2:

Im Druckertreiber wählen Sie folgende Einstellungen:

  • Materialeinstellungen: Hier wählen Sie Ihr Material aus, welches Sie gravieren möchten. Dabei wird auf die getesteten Laserparameter aus unserer Materialdatenbank zurückgegriffen.
  • Prozessart:" Foto-optimiert": Durch den Foto-optimierten Modus werden Fotos automatisch für die Laserbearbeitung optimiert.
  • Auflösung: Wählen Sie min. 333dpi oder höher.
  • Rasteralgorithmus: Abhängig vom Motiv, das Sie gravieren möchten und dem Effekt, den Sie erzielen möchten, stehen verschiedene Rasteralgorithmen zur Verfügung. Wir empfehlen als Standardeinstellung für Personenbilder "Ordered Dithering".

Schritt 3:

Lasergravur-Job starten.


Was macht ein perfektes Foto aus?

Der entscheidende Faktor für ein gutes Foto ist die Auflösung. Grundsätzlich sollten Bilder für die Lasergravur eine Auflösung von mindestens 300 dpi als Ausgabegröße aufweisen. Wenn nötig, können Sie in Ihrer Grafiksoftware die Auflösung erhöhen, indem Sie das Bitmap neu aufbauen (Beispiel im CorelDraw unter "Bitmaps" - "Bitmap neu aufbauen"). Internet-Fotos z.B. haben meistens eine Auflösung von 72 dpi. Auch diese können gut mit dem Laser bearbeitet werden, sofern die Ursprungsbilder groß genug sind und auf die Größe des Materials verkleinert werden. Kleine Bilder zu vergrößern sollte unbedingt vermieden werden, denn dies verringert die Auflösung. Der Bildraster wird dann zu groß und ist somit keine gute Basis für eine schöne Fotogravur.

Zur Demonstration von gut geeigneten versus schlecht geeigneten Bildern für die Fotogravur hier zwei Beispiele:

Das linke Bild eignet sich gut für die Bearbeitung mit dem Laser. Es zeigt einen guten Kontrast, ist gut belichtet und die Elemente im Bild heben sich voneinander ab.
Das rechte Bild ist weniger geeignet für die Bearbeitung mit dem Laser. Die Personen heben sich zwar vom Hintergrund gut ab, jedoch ist die Belichtung zu schwach, sodass die Personen im Schatten sind. Dadurch sind keine Details wahrnehmbar und die Personen würden als einheitliche Fläche graviert werden.


Bei Fotogravuren gilt: weniger ist mehr!

Oft wird zu viel Laserleistung und eine zu hohe Auflösung verwendet. Dann wird das Bild zu flach und zeigt wenig Details, da sich die Rasterpunkte überlappen. Das Material sollte möglichst nur leicht an der Oberfläche graviert werden. Ein Richtwert sind ca. 10% weniger Laserleistung als im Vergleich zur einem Standardgravurjob auf diesem Material.

TIPP: Um perfekte Parameter für Ihr Material zu finden, können Sie vorab eine Graustufenmatrix gravieren.

Mehr über Graustufenmatrix


Materialeinfluss auf die Gravurqualität

Die Prozessauflösung ist ein wesentlicher Einflussfaktor für die Gravurqualität von verschiedenen Materialien.
Eloxiertes Aluminium kann beispielsweise mit 600 - 1000 dpi graviert werden, da sich auf diesem Material der Rasterpunkt beim Gravieren nicht vergrößert. Bei Holz oder Glas hingegen sind 333 dpi vollkommen ausreichend, da auf diesen Materialien durch deren Oberflächenbeschaffenheit jeder Rasterpunkt größer wird als in der Grafik. Bei Acryl oder Laminaten (z.B. mehrschichtige Kunststoffplatten) eignet sich eine Auflösung von ca. 500 - 600 dpi.
Grundsätzlich ergeben niedrigere Auflösungen (333 -500 dpi) plastischere Fotogravuren, da die Rasterpunkte sich nicht überlappen.


Fotogravureffekte mit verschiedenen Rasteralgorithmen

Abhängig vom Motiv, das Sie gravieren und dem Effekt, den Sie erzielen möchten, stehen in der JobControl® Lasersoftware verschiedene Rasteralgorithmen zur Verfügung. So eignet sich z.B. "Ordered Dithering" besonders für sanfte Gravurverläufe und Personen. "Error Diffusion" mit den Varianten Stucki, Jarvis und Floyd Steinberg lassen Fotos mit vielen Details gut zur Geltung kommen, wie z.B. Gebäude oder Tiere. Auch Bilder mit wenig Konstrast, z.B. Gesichter von Babies, können so optimiert werden.

Mehr über Rasteralgorithmen


Die richtige Linse für Ihre Fotogravur

Eine 1,5“ Linse ist meist die beste Wahl. Ausnahmen sind Werkstücke mit einer großen Gravurfläche oder solche, die von einer großen Distanz betrachtet werden. In diesem Fall verwenden Sie eine 2“ oder 2,5'' Linse und wählen eine niedrigere Prozessauflösung. Das spart zusätzlich Zeit.


Mein Ergebnis ist noch nicht perfekt, was kann ich noch tun?

Die besten Ergebnisse bei einer Fotogravur erzielen Sie mit Bildern, die starke Kontraste aufweisen. Jedoch ist Foto nicht gleich Foto und Material oft nicht gleich Material. Manchmal kann es notwendig sein die Bilder zu bearbeiten, um sie für die Lasergravur passender zu machen: Mit Kontrastverbesserungen oder der Unscharfmaske können Sie die Details Ihrer Fotos noch verstärken. Die meisten Grafikprogramme verfügen über diese Funktionen.

Wir haben einige Tipps hier zusammengefasst:

Tipps: perfektes Ergebnis Ihrer Fotogravur