Wie funktioniert das Laserschneiden?

Lernen Sie die Grundlagen des Laserschneidens mit Laser Cuttern

Laserschneiden ist eine oft verwendete Anwendungsmethode um unterschiedliche Materialien präzise zu schneiden. Das Schneidverfahren mit einem Laser Cutter punktet weiters mit Vorteilen wie hohe Geschwindigkeit und vielseitige Einsetzbarkeit. Doch wie funktioniert Laserschneiden? Wir erklären Ihnen hier die Grundlagen des Anwendungsverfahrens.


Anwendung des Laser Cutters technisch erklärt

Beim Laserschneiden handelt es sich um eine thermische Trennmethode. Wenn der Strahl der Laserquelle auf den Werkstoff trifft, wird das Material sehr stark erhitzt. Es schmilzt oder verdampft dabei vollständig. Nachdem der Laserstrahl das Material an einer Stelle punktförmig und gänzlich durchdrungen hat, startet der eigentliche Schneidprozess. Der Laserschneider fährt die vorgegebene Geometrie ab und schneidet das Material. Abhängig von der jeweiligen Anwendung kann mithilfe von Prozessgasen das Ergebnis positiv beeinflusst werden.

Eine genaue Erklärung zur Funktionsweise des Laserschneidens erhalten Sie in unserem Video:

Wie funktioniert ein Laser Cutter?

Lernen Sie in diesem Video die Grundlagen des Laserschneidens.

Die Vorteile des Lasers beim Schneiden

Hier sind die wichtigsten Gründe, warum man einen Laser für Schneidprozesse verwenden sollte:

   
Eignet sich für viele Materialien Mit keiner anderen Technologie können so viele verschiedene organische und anorganische Materialien geschnitten werden.
Keine Nachbearbeitung nötig Der Laser bewirkt ein Trennverfahren, bei welchem in vielen Fällen keine Nachbearbeitung notwendig ist. Bei Textilien wie Kunstfasern oder auch Teppichgewebe wird sogar zusätzlich die Kante versiegelt und damit Flusenbildung unterbunden. Das erspart aufwendige Nachbearbeitungsschritte wie das mechanische Versiegeln oder Schleifen, abhängig von den zu verarbeiteten Materialien.
Hohe Präzision Der entstehende Schnittspalt ist kaum größer als der Laserstrahl selbst. Dies ermöglicht das Schneiden von sehr feinen Geometrien jeglicher Form. Zusätzlich können integrierte Kameras (JobControl Vision) Passmarken erfassen und den Schneidpfad des Lasers automatisch kompensieren - selbst wenn die Originalvorlage verschoben, verdreht oder verzerrt ist.
Kein Werkzeugverschleiß Laserschneidmaschinen weisen keinen Verschleiß auf wie z.B. das Abstumpfen von Werkzeugköpfen. Das spart Kosten im laufenden Betrieb.

Laserschneiden, Plasmaschneiden oder mechanisches Schneiden?

Unterschiedliche Schneidmethoden im Vergleich

Das Plasmaschneiden ist ein thermisches Schmelzschneidverfahren, welches häufig beim Schneiden von Stahl, Edelstahl oder Aluminium Verwendung findet. Im Vergleich zum Laserschneiden können hier Nachteile wie geringere Schnittqualität, höherer Stromverbrauch, eine hohe Staubbelastung oder auch Lärmentwicklung auftreten. Zum Schneiden von elektrisch leitfähigen Werkstoffen ist das Plasmaschneiden aufgrund der Flexibilität jedoch oft die Technologie der Wahl.

Die Laserschneidmaschine spielt auch im Vergleich zu mechanischen, spanabhebenden Schneidverfahren klar seine Vorteile aus. Das materialschonende Arbeiten, verminderte Rüstkosten, geringere Verschmutzung oder die flexiblen Bearbeitungsmethoden sind nur einige Vorteile des Lasers. Abhängig von Material und Anwendung bietet aber jede Verfahrensmethode bestimmte Vorteile. Das mechanische Verfahren punktet beispielsweise beim gleichzeitigen Schneiden mehrerer Muster im Stapel.

Welche Materialien kann ich mit dem Laser schneiden?

Ein wesentlicher Vorteil des Laserschneidens ist die Vielseitigkeit der bearbeitbaren Materialien. Machen Sie sich in der folgenden Tabelle selbst ein Bild von der Material-Bandbreite:

Plastik 

Organische Materialien

Metall

Acrylnitril-Butadien-Styrol (ABS) Polyethylenterephthalat (PET) Holz Metallfolien bis zu 0,5 mm
Acryl/PMMA, z.B. Plexiglas® Polyimid (PI) Papier (weiß)  
Gummi Polyoxymethylen (POM) - z.B. Delrin® Papier (bunt)  
Polyamid (PA) Polypropylen (PP) Lebensmittel  
Polybutylenterephthalat (PBT) Polyphenylensulfid (PPS) Leder  
Polykarbonat (PC) Polystyrol (PS) - z.B. Styropor® Stoffe  
Polyethylen (PE) Polyurethan (PUR) Pappe  
Polyester (PES) Schaum (PVC frei) Kork  

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